Medikamenten-Lotterie?

ByAS_Vertrieb

Medikamenten-Lotterie?

Der Herbst zeigt sich von seiner besten Seite und legt eine gute Grundlage für einige Erkrankungen. Hier hört man ein Husten, dort schnäuzt sich jemand die Nase und an einem anderen Ort hofft man bei dem Geräusch eines Niesens, dass sich derjenige die Hand vor den Mund gehalten hat.

Manchmal „erwischt“ es uns einfach und wir sind auf Medikamente angewiesen.

Doch leider achten viele Patienten nicht darauf, wie ein Medikament verordnet wurde.

So setzen laut Ärzteblatt 23% der Patienten das Medikament vorzeitig ab, weil sie schnell eine deutliche Besserung erfahren. Doch gerade bei Antibiotika ist dies ein gefährliches Spiel.

Kranker Bär

Manchmal erwischt es einen einfach…

Beispiel

Ein Arzt verschreibt seinem Patienten aufgrund einer bakteriellen Infektion Antibiotika. Die verschriebene Packung enthält in unserem Beispiel 10 Tabletten und der Arzt weist pflichtbewusst darauf hin, dass der Patient die gesamte Packung aufbrauchen soll und nicht vorzeitig die Einnahme abbrechen darf. Doch wie das Leben nun mal so ist, unser Patient fühlt sich bereits nach fünf Tagen deutlich besser und setzt eigenmächtig die Antibiotika ab. Der Arzt hatte nicht ohne Grund darauf hingewiesen, dass unser Patient die Tabletten komplett aufgebrauchen sollte. Denn auch wenn man sich bereits besser fühlt, so verbleiben doch noch eine gewisse Anzahl Bakterien im Körper, die nun nicht mehr beseitigt werden, weil unser Patient die Anwendung der Antibiotika abgebrochen hat. Wenn nun der Patient erneut an einer bakteriellen Infektion erkrankt, sind die Bakterien im schlechten Fall gegen die Antibiotika resistent. Im Klartext: Das Antibiotikum wirkt nicht mehr…

Resistent… Sie oder die Bakterien?

Vielleicht haben Sie schon mal von MRSA gehört? MRSA ist die Abkürzung für Methicillin resistenter Staphylococcus aureus, oftmals auch multiresistener Staphylococcus aureus genannt. Bekannt wurde auch der Oxacillin resistente Staphylococcus aureus, kurz ORSA. Doch egal welchen Namen sie alle tragen, sie haben eins gemeinsam… sie sind resistent gegen Antibiotika.

Bakterien

Als Bild so schön, doch als Infektion unerwünscht – Bakterien

Wer nun naiv sagt, dass derjenige, der sich mit einem multiresistenten Bakterium infiziert hat, Pech gehabt hat, der sollte einmal tief in sich gehen und überlegen, wo im Alltag überall Gefahren lauern, sich selber mit diesen Infektionen anzustecken.

Doch wollen wir nicht so schwarzmalen und hoffen, dass Sie von resistenten Bakterien verschont bleiben. Denken Sie nur immer daran, dass es einen bestimmten Sinn hat, wenn Ihr Arzt Ihnen sagt, dass Sie Ihr Medikament genau nach Anordnung einnehmen sollen.

 

Ungewollte Auswirkungen

Aber nicht nur bei der Einnahme von Antibiotika sollte auf eigenmächtiges Absetzen, Änderungen der Dosierung oder andere Abweichungen der verordneten Anwendung abgesehen werden.

Auch andere Medikamente können ungewollte Auswirkungen mit sich tragen, wenn man sich nicht an die Verordnung hält.

Eine äußerst bekannte Auswirkung kann es haben, wenn zum Beispiel die tägliche Einnahme der „Pille“, dem wohl bekanntesten Antikonzeptiva/Verhütungsmittel, unterbrochen wird. Ob diese Unterbrechung durch das Vergessen der Einnahme, der gleichzeitigen Einnahme von Antibiotika oder sich auf die Wirkung der Pille auswirkenden Erkrankung herbeigeführt wird, ist hierbei primär uninteressant. Es kann zu einer ungewollten Schwangerschaft führen solange kein ausreichender Schutz durch die Pille gegeben ist.

Aber auch bei vielen anderen Medikamenten kann es unerwünschte Folgen haben, wenn Sie ohne ärztliche Rücksprache Ihr Medikament nicht so einnehmen, wie es verordnet wurde.

Deshalb empfehlen wir, Ihre medikamentöse Therapie gut zu planen. Dies können Sie zum Beispiel mit dem HELIA® Dispenser, mit dem Sie sich an die bevorstehende Einnahme Ihres Medikamentes erinnern lassen können.

 

Tipps für den Alltag

Natürlich ist eine gute Vorsorge immer besser als später krank im Bett zu liegen, deshalb haben wir Ihnen ein paar nützliche Tipps für den Alltag zusammengetragen. Wenn Sie diese Tipps beherzigen, sind Sie zwar nicht vor allem gefeit, doch können Sie das Risiko verringern, sich bei anderen Personen anzustecken.

  • Achten Sie auf eine sorgfältige Händehygiene! Waschen Sie sich gründlich die Hände mit Seife … nach jedem Gang zur Toilette, bevor Sie Lebensmittel zubereiten oder verzehren, wenn Sie nach Hause kommen, nachdem Sie Bargeld berührt haben, …
  • Benutzen Sie Ihre eigenen Hygieneartikel, wie z. B. Zahnbürste, Rasierer, Waschlappen, Handtücher, …
  • Decken Sie Wunden und Verletzungen der Haut mit sauberen Pflastern oder Verbänden ab
  • Benutzen Sie Einweg-Taschentücher oder nutzen Sie Stofftaschentücher nicht lange und waschen Sie diese in der Kochwäsche
  • Halten Sie sich beim Niesen ein Taschentuch vor den Mund, das Sie anschließend entsorgen bzw. in die Wäsche geben. Sollten Sie Ihre Hand nutzen, um das Umherfliegen Ihrer Bakterien zu verhindern, dann waschen Sie sich die Hände anschließend gründlich. Sonst besteht die Gefahr, dass Sie Ihre Keime trotzdem weitergeben
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln, wenn es möglich ist (auch viele Ärzte verzichten inzwischen aus hygienischen Gründen darauf)
Hände waschen

Waschen Sie sich immer gründlich mit Seife die Hände

Es gibt natürlich noch zahlreiche weitere Tipps, wie Sie versuchen können einer Infektion zu entkommen, doch die oben genannten Tipps bringen Sie bereits ein großes Stück in die richtige Richtung.

Sollte es Sie trotzdem Mal erwischen, dann gehen Sie frühzeitig zum Arzt, damit Sie möglichst schnell wieder fit sind!

Welche Tipps und Tricks helfen Ihnen durch den Herbst? Verraten Sie uns gerne in einem Katalog Ihre bewährten Strategien, mit denen Sie gesund das Jahr beenden!

<zum vorherigen Beitrag> <zum folgenden Beitrag>

About the Author

AS_Vertrieb administrator

4 Comments so far

Marie P.Posted on  3:25 pm - Okt 10, 2017

Welch ein Wachmacher-Artikel! Sie haben den Nerv getroffen. Ich werde heute noch unseren Medi-Schrank aufräumen und werde sicher wieder Packungen finden, die eigentlich da gar nicht liegen dürften. Ich bin ehrlich und gebe zu, wir medikamentieren auch oft selbst (Asche auf mein Haupt!)
Ein guter Vorsatz – nicht nur für das kommende Jahr. Danke für die Zeilen und Gruß aus Ulm

    AS_VertriebPosted on  7:03 am - Okt 11, 2017

    Hallo Marie,
    vielen Dank für Ihren Kommentar und vielen Dank für Ihre Ehrlichkeit!
    Vermutlich kennt jeder dieses Thema und sollte sich da an die eigenen Nase greifen. Da ist es schon ein sehr guter Schritt, wenn man, wie Sie es ja auch schreiben, einen Blick in den Medikamentenschrank wirft, dort einmal aufräumt und sich bei zukünftigen Medikamentenverordnungen daran erinnert, wie wichtig es ist, sich an die Verordnung zu halten.

Lamont RidderPosted on  6:08 pm - Okt 16, 2017

Oh wow! Das wusste ich noch garnicht, großes Dankeschön für diesen tollen Artikel!

Leave a Reply